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Sonderpädagogischer Förderbedarf

Wenn Kinder große Probleme haben beim Lernen, in ihrer Entwicklung, wegen einer Hörbeeinträchtigung oder Sehbeeinträchtigung oder wegen einem körperlichen Handicap, dann brauchen sie eine besondere Hilfe. Das nennt man sonderpädagogischen Förderbedarf.

Dabei muss man entscheiden,

  • wo die Förderung stattfinden soll (= Ort) und
  • was besonders gefördert werden soll (= Förderschwerpunkt).

Beim Ort unterscheidet man zwischen dem Besuch einer Regelschule oder dem Besuch einer Förderschule.

Förderschwerpunkte

Die Kultusministerkonferenz hat die folgenden Förderschwerpunkte festgelegt:

Wer stellt fest, ob ein Kind oder ein Jugendlicher sonderpädagogische Förderung braucht?

Eltern oder Schule stellen einen Antrag auf sonderpädagogische Förderung an die Schulaufsichtsbehörde. Die Schulaufsichtsbehörde entscheidet, ob eine Schülerin oder ein Schüler sonderpädagogische Förderung braucht.

Zuerst muss ein sonderpädagogisches Gutachten erstellt werden, damit die Schulaufsichtsbehörde eine Entscheidung treffen kann. Das Gutachten gründet sich auf

  • Gespräche mit den Eltern,
  • bereits vorhandene Gutachten und medizinische Befunde,
  • Gespräche mit den Lehrkräften der Regelschule und der Förderschule
  • und auch auf Testverfahren.
Welche Rechte haben die Eltern?

Eltern können aktiv mitwirken bei der Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs. Sie haben Anspruch darauf, mit den Gutachterinnen und Gutachtern bereits während des Verfahrens zu sprechen und auch Einsicht in die dazugehörigen Unterlagen zu nehmen. Sie können auch eine Vertrauensperson mitnehmen bei der Anhörung durch die Schulaufsichtsbehörde.

Falls sie nicht einverstanden sind mit der Entscheidung der Schulaufsicht, können sie gegen die Entscheidung Widerspruch einlegen. Wird der Widerspruch abgelehnt, haben die Eltern ein Klagerecht (nach § 42 und § 68 Verwaltungsgerichtsordnung - VwGO).

Hinweis

Nehmen Sie sich Zeit und informieren Sie sich gründlich über die verschiedenen Möglichkeiten, die Sie haben. Bedenken Sie, dass die Feststellung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs keine Entscheidung für immer sein muss. Überprüfen Sie immer wieder, ob der gewählte Weg für Ihr Kind immer noch der beste ist.

Das Thema sonderpädagogischer Förderbedarf ist viel diskutiert worden und die verschiedenen Möglichkeiten sind umstritten. Daher gibt es unterschiedliche Vorstellungen zum sonderpädagogischen Förderbedarf. Seitdem die UN-Behindertenrechtskonvention das Recht auf eine inklusive Beschulung feststellt, werden vor allem die Begriffe Inklusion und Integration diskutiert - siehe: Inklusion und Integration.

Zusätzliche Informationen

Fragen und Antworten zum Sonderpädagogischen Förderbedarf, Nordrhein-Westfalen
Internetportal zur Information über sonderpädagogische Förderung in Baden Württemberg

Quelle:

Das Bildungswesen in der Bundesrepublik Deutschland 2005, Hrsg. Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, Lennéstr.6, 53113 Bonn, KMK, Bonn, 2007

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