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Förderschulen

Eine Förderschule ist eine Schule für Kinder und Jugendliche, die durch eine Behinderung so beeinträchtigt sind, dass sie hier besser gefördert werden können. Die Förderschulen (früher Sonderschulen) sind eingeteilt nach verschiedenen Förderschwerpunkten.

Es gibt allgemeinbildende und berufsbildende Förderschulen (berufsbildende Schulen).

Wer entscheidet, ob ein Kind eine Förderschule besucht?

Bei der Anmeldung zur Schule können die Eltern einen Antrag stellen auf sonderpädagogischen Förderbedarf. Sie können diesen Antrag bei der Regelschule oder direkt bei der Förderschule stellen. Auch die zuständige Grundschule kann für ein behindertes Kind den Besuch der Förderschule beantragen.

In Deutschland wird fast eine halbe Million Kinder und Jugendlicher sonderpädagogisch gefördert. Davon 15,7% an einer Regelschule. Das heißt, dass knapp 85% der behinderten Kinder und Jugendlichen eine Förderschule besuchen.
Dass es auch anders geht, zeigt ein Blick auf andere Länder: In Italien sind 1% auf Förderschulen, in Schweden 4%, in Großbritannien 7%, in Spanien 24%.

Förderschulen in 5 Ländern

Der Besuch von Förderschulen im Vergleich

Mehr zum Thema Inklusion - Deutschland im EU-Vergleich.

"Eine Schule für alle"

Die UN-Behindertenrechtskonvention stellt den Begriff Inklusion in den Mittelpunkt. Kinder sollen unabhängig von Fähigkeiten, Behinderungen oder kultureller Herkunft gemeinsam "eine Schule für alle" besuchen. Damit wird das Recht der Eltern gestärkt, ihr Kind auf eine Regelschule zu schicken.

Schulen für Hörgeschädigte

Gehörlose und schwerhörige Kinder und Jugendliche können an der Schule für Hörgeschädigte einen allgemeinen Schulabschluss machen. Es gibt die Grundschulstufe, die Hauptschulstufe und die Realschulstufe. In manchen Schulen kann man auch einen Gymnasialabschluss machen. In den Schulen für Hörgeschädigte sind Räume und Ausstattung auf die besonderen Bedürfnisse von Hörgeschädigten eingerichtet.
In manchen Schulen gibt es auch Klassen für Schüler mit einer zusätzlichen Lernbehinderung.

Heimsonderschulen

In Baden-Württemberg gibt es auch Heimsonderschulen. Dort bilden Schule und Internat eine pädagogische Einheit. Die Heimsonderschule ist für Schülerinnen und Schüler, die wegen ihrer Behinderung eine intensive Förderung brauchen oder die einen sehr weiten Weg zu einer Förderschule haben.

Klassen für Gehörlose

Die Klasse für Gehörlose nimmt Kinder und Jugendliche auf, die wegen der Hörschädigung die Lautsprache nicht auf natürlichem Weg lernen können. Neben technischen Hörhilfen werden um Unterricht auch manuelle Kommunikationsmittel eingesetzt, zum Beispiel:

  • Fingeralphabet
  • Deutsche Gebärdensprache (DGS)
  • Lautsprachbegleitende Gebärden (LBG).
Klassen für Schwerhörige

In den Klassen für Schwerhörige sind für Kinder und Jugendliche, die wegen ihrer Hörschädigung dem Unterricht in der Regelschule nicht folgen können. Es sind Kinder

  • mit angeborener Hörschädigung,
  • mit einer Hörschädigung, die erst nach dem Spracherwerb begonnen hat,
  • mit auditiver Wahrnehmungsstörung (=zentral fehlhörig).
Sprachlerngruppen

In manchen Bundesländern gibt es eine Einteilung in Sprachlerngruppen. Die Schülerinnen und Schüler werden nicht nach ihrem Hörverlust eingeteilt, sondern nach ihrem Zugang zur Sprache. Ziel ist, dass man den verschiedenen Kommunikationsbedürfnissen besser gerecht wird. Mehr zu Sprachlerngruppen in Bayern.

Tipp: Lesen Sie auch den Beitrag Förderschulen für Hörgeschädigte.

Quellen

Leonhardt, Annette, 2010, Einführung in die Hörgeschädigtenpädagogik, 3. Aufl., UTB München
Statistische Veröffentlichungen der Kultusministerkonferenz, 2008, Sonderpädagogische Förderung in Schulen 1997 - 2006
European Agency 2006, ARD-Sendung "Monitor - aussortiert und abgestempelt" vom 26.11.2009

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