Brotkrümmelpfad

Sie sind hier:

Volltext-Suche

Einstellungen

Sprachauswahl:

  • Verständliche Sprache
  • Leichte Sprache
  • DGS

Schriftgröße einstellen:

  • Schrift vergrößern
  • Schrift verkleinern
  • Schriftgröße zurücksetzen

IMH Dienste

EGSB-Projekt

Sind Sie beruflich erfolgreich?

Das EGSB-Projekt sucht „erfolgreiche gehörlose und schwerhörige Menschen im Beruf“.

zum EGSB-Projekt

Inhaltsbereich

Berufsausbildung

Die Berufsausbildung in Deutschland ist ein duales System.
Duales System (dual=zwei) bedeutet: Berufsausbildung an zwei Lernorten:

  • Lernen im Ausbildungsbetrieb - Schwerpunkt Praxis
  • Lernen in der Berufsschule - Schwerpunkt Theorie

Ausbildungsbetrieb und Berufsschule sind unabhängig voneinander, aber sie sollen als Partner bei der Ausbildung zusammenarbeiten. Gehörlose und schwerhörige Menschen haben ein Recht auf Ausbildung im dualen System.

Ausbildungsberufe

Es gibt in Deutschland etwa 340 anerkannte Ausbildungsberufe. Jeder Ausbildungsberuf hat eine Ausbildungsordnung. Die Ausbildungsordnung regelt den Ablauf und die Inhalte der Ausbildung. Sie gilt einheitlich in ganz Deutschland.

Lernort Ausbildungsbetrieb

Betriebe bilden Jugendliche aus, um immer genug Fachkräfte zu haben. Kleine Betriebe bilden meistens nur einen oder wenige Auszubildende aus. Großbetriebe haben oft eine eigene Ausbildungsabteilung oder ein Ausbildungszentrum und bilden viele Auszubildende aus. Im Ausbildungsbetrieb bekommen die Auszubildenden vor allem das praktische Wissen und die Fähigkeiten für ihren Beruf.

Die Ausbildungsbetriebe sind für die Ausbildung weitgehend selbst zuständig. Sie müssen dabei Gesetze beachten, zum Beispiel das Berufsbildungsgesetz, die Handwerksordnung und das Jugendarbeitsschutzgesetz. Für Menschen mit Behinderungen gibt es besondere gesetzliche Regelungen im SGB 9.

Lernort Berufsschule

Berufsschulunterricht ist Pflicht für alle Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr, die nicht mehr in einer Schulausbildung sind. Wenn sie eine Berufsausbildung machen, arbeiten oder arbeitslos sind, müssen sie zur Berufsschule gehen. In der Berufsschule bekommen die Jugendlichen berufstheoretischen, fachpraktischen und allgemein bildenden Unterricht.

Berufsschulunterricht ist an 1 bis 2 Tagen in der Woche. Der Berufsschulunterricht kann auch als Blockunterricht stattfinden.

Die Berufsschulen sind staatlich geregelt. Hier gelten die Schulgesetze der Bundesländer.

Gehörlose und schwerhörige Menschen können eine Regelberufsschule besuchen. Es gibt aber auch besondere Berufsschulen für hörbeeinträchtigte Menschen.

Für Jugendliche, bei denen die Ausbildungs- oder Berufsreife noch nicht vorhanden ist, gibt es berufsvorbereitende Maßnahmen.

Berufsschule und Berufsbildungswerk (BBW)

Die Berufsbildungswerke bieten Ausbildungen an für behinderte Menschen. Berufsbildungswerke haben meistens angeschlossene Berufsschulen. Hier gilt auch das duale System: Das BBW regelt die praktische Ausbildung, die Berufsschule ist staatlich geregelt.

Es gibt besondere Berufsbildungswerke für hörbeeinträchtigte Menschen. Die Adressen finden Sie - ebenso wie die Berufsschulen - über den Service Adressen suchen.

Leserbewertung: sehr hilfreich (Anzahl der Bewertungen:372)

Wie bewerten Sie diesen Beitrag?

noch keine Kommentare

Kommentieren Sie den Inhalt des obigen Texts, stellen Sie Fragen oder antworten Sie auf Fragen anderer.

Wichtig: Felder mit einem *-Stern müssen ausgefüllt werden.