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Das EGSB-Projekt sucht „erfolgreiche gehörlose und schwerhörige Menschen im Beruf“.

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Inhaltsbereich

Musik

Früher gab es das Vorurteil: Gehörlosigkeit und Musik kann man nicht miteinander verbinden. Dagegen wurde die Percussionistin Evelyn Glennie bekannt als ein Beispiel gegen dieses Vorurteil. Die taube Musikerin spielte auch in weltbekannten Orchestern mit.

Einen guten Überblick zum Thema Musik von und für hörbeeinträchtigte Menschen gibt die Diplomarbeit von André Obermüller über Musikpädagogik für Gehörlose. Es geht in dieser Arbeit um auditive, taktile und vibratorische Wahrnehmung beim Musikmachen, um Musikpädagogik und um hörbehinderte Musiker.

Musik machen erweitert die Kreativität. Der Rhythmus ist wichtig für das Zeitgefühl und für die Körperrhythmen (zum Beispiel Herz, Atem, Kreislauf usw.). Weiterbildungsangebote, die auch von gehörlose Menschen besucht werden können, sind dennoch eher selten. Dabei ist Musik für gehörlose Menschen ein spannendes und interessantes Gebiet. Es stellen sich Fragen wie: Welche Musik ist gut für gehörlose Menschen? Gibt es denn auch eine Musik ohne Ton, Klang und Geräusch? Existiert eine "gehörlose Musik"?

Beispiele für Musik von und für gehörlose Menschen:

  • In Köln gab es im Jahr 2010 eine Preisverleihung an das Projekt "Feel Sounds": Rhythmik für Gehörlose, Schwerhörige und Hörende.
  • Und seit 10 Jahren gibt es "Maydeaf" in Berlin - eine Technoparty für Gehörlose. Veranstalter der "Maydeaf" ist Björn Blumeier.
  • Immer wieder gibt es Versuche, Musik sichtbar zu machen Sichtbare Musik.
  • Im November 1998 war das Festival Gehörlose Musik. Gebärdendolmetscherinnen übertrugen zum Beispiel die Musik einer LP in Gebärde und Zeichen. Das Ergebnis dieser Übersetzung von Musik in ein anderes Medium ist eine gehörlose Musik: Diese Musik äußert sich durch den Körper, Gebärden, Bewegungen, Interaktionen und Mimik.
  • Seit den 90iger Jahren komponiert Helmut Oehring Werke mit Choreographie in Gebärdensprache. Er arbeitet zusammen in Projekten mit Gehörlosen und Gebärdensprachdolmetscherinnen: Musikgebärdensprache.
  • In Großbritannien enstand in den 90iger Jahren eine Organisation "Music and the Deaf" durch Paul Whittacker, der als spätertaubter Musiker und Organist an der Universität Oxford studierte. Er ist Gebärdendolmetscher für Musicals in London und arbeitet musikalisch mit gehörlosen Kindern.
  • In Dänemark arbeitete Claus Bang in musiktherapeutischer Richtung.

Andere Beispiele und aktuelle Ankündigungen findet man forttlaufend im Portal www.taubenschlag.de

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