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Nachteilsausgleich im Studium - Prüfungsmodifikation

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Prüfungsordnungen müssen die besonderen Belange behinderter Studierender berücksichtigen, damit Chancengleichheit besteht. Dies ist in § 16 Hochschulrahmengesetz HRG geregelt. Studierende mit Behinderung oder mit chronischer Krankheit können einen Nachteilsausgleich beantragen, wenn sie die Leistungen im Studium oder in Prüfungen nicht in der Form erbringen können, wie es vorgeschrieben ist. Eine Prüfungsmodifikation ist eine Veränderung der Prüfung und soll die Nachteile ausgleichen, die durch die Behinderung entstehen.

Der behinderte Studierende muss den Antrag auf Veränderung der Prüfung rechtzeitig vor der Prüfung stellen. Zuständig sind zum Beispiel das Prüfungsamt, der Prüfungssausschuss, der Prüfer oder die Prüferin. Außerdem gibt es an den Hochschulen Beauftragte für die Belange von Studierenden mit Behinderung und chronischen Krankheiten, die Beratung anbieten.

Welche Veränderungen können hörbehinderte Studierende beantragen?

Hörbehinderte Studierende können zum Beispiel die folgenden Veränderungen von Studienleistungen und Prüfungsleistungen beantragen:

  • Anwesenheit von Gebärdensprachdolmetschern und Gebärdensprachdolmetscherinnen bei schriftlichen Prüfungen, damit sie zum Beispiel Rückfragen, Verständnisfragen oder Mitteilungen des Aufsichtspersonals dolmetschen können.
  • Einsatz von Gebärdensprachdolmetscherinnen und Gebärdensprachdolmetschern bei mündlichen Prüfungen
  • Mehr Zeit für das Bearbeiten von Studienleistungen und Prüfungen (zum Beispiel für Hausarbeiten, Klausuren, Diplomarbeiten)
  • Mitbestimmungsmöglichkeit der Studierenden bei der Festlegung von Prüfungsterminen (damit zum Beispiel der Termin mit der gewünschten Person für das Gebärdensprachdolmetschen abgestimmt werden kann).
  • Schriftliche Prüfung statt mündliche Prüfung
  • Einzelprüfung statt Gruppenprüfung
  • Durchführung der Prüfung in einem gesonderten Raum
  • Veränderung des Gesamtzeitraums, in dem bestimmte Studienleistungen und Prüfungsleistungen erbracht werden müssen.
  • Berücksichtigung, dass durch die Hörschädigung die Studienzeit oft verlängert werden muss und trotzdem so genannte "Freiversuche" ermöglicht werden sollen.

Dies sind nur einige Möglichkeiten. Es gibt keinen Anspruch auf eine bestimmte Form des Nachteilsausgleichs. Die Prüfungsämter haben einen weiten Ermessensspielraum bei ihren Entscheidungen.

Zusätzliche Informationen

Hochschulrahmengesetz
Informationen zu Studium und Behinderung vom Deutschen Studentenwerk
Liste der Beauftragten für Behindertenfragen an deutschen Hochschulen vom Deutschen Studentenwerk

Gebärdensprachvideos

Hier finden Sie einige Gebärdensprachvideos von der Universität Hamburg für hörgeschädigte Studieninteressierte

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