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Hörprobleme oder Kommunikationsprobleme?

Hörprobleme haben soziale Auswirkungen als Kommunikationsprobleme, wenn die Mehrheit der Menschen lautsprachlich kommuniziert. Gehörlose Menschen können untereinander gebärdensprachlich barrierefrei kommunizieren. Für schwerhörige und ertaubte Menschen gilt dies meistens nicht. Es gibt viele Unterschiede in der individuellen Entwicklung und Ausrpägungen:

Diese Einteilung umfasst auch schwerhörige, gehörlose, spätertaubte oder taubblinde Menschen mit Cochlear Implant (CI) oder Auditory Brainstem Implant (ABI).

Es gibt viele verschiedene Worte: Hörschädigung, Hörbehinderung, Hörbeeinträchtigung, Hörstörung, Gehörlosigkeit, Taubheit, Ertaubung, Schwerhörigkeit, Resthörigkeit, Hörverlust, Sinnesbehinderung. Diese Worte entstanden als Bezeichnungen für dasselbe Problem:
Hörende Menschen und Menschen, die wenig oder gar nichts über ihre Ohren wahrnehmen, haben eine unterschiedliche Art der Wahrnehmung und kommunizieren unterschiedlich.
Bei Menschen mit Hörbeeinträchtungen ist die Wahrnehmung mehr visuell ausgerichtet, bei Hörenden weniger. Dadurch entstehen Kommunikationsprobleme. Besonders schwer sind diese Kommunikationsprobleme für Menschen, die es gewohnt waren zu hören und spätertaubt sind. Oder für Menschen, die außerdem noch fortschreitend erblinden.

Aus der Sicht der Medizin und aus der Sicht der hörenden Mehrheit wird dieses Problem meist nur von der physischen Seite aus betrachtet und daher einseitig den Betroffenen zugeschrieben. Man kann den Hörverlust messen durch diagnostische Verfahren der Audiometrie und den Hörverlust als medizinische Diagnose ausdrücken: Man mißt den Hörverlust in Dezibel und trifft dann Unterscheidungen wie: schwerhörig, stark schwerhörig und gehörlos. Dieser Hörverlust kann dann eventuell mit einem Hörgerät teilweise ausgeglichen werden. Hierbei wird jedoch der zwischenmenschliche und soziale Zusammenhang ignoriert.

Hörprobleme sind vor allem Kommunikationsprobleme. Die Kommunikation ist wechselseitig gestört zwischen Hörenden und Menschen mit Hörproblemen, die andere Wahrnehmungsschwerpunkte haben. Dadurch entstehen noch andere Probleme: Probleme in der Schule und am Arbeitsplatz, unterschiedliche Sprachsysteme wie die Lautsprache und die Gebärdensprache, Diskriminierung. Alle diese Probleme müssen berücksichtigt werden - sie sind auch in dem Wort "Hörprobleme", das wir wegen der Kürze im Menü gewählt haben, nicht ausreichend berücksichtigt.

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