Brotkrümmelpfad

Volltext-Suche

Einstellungen

Sprachauswahl:

  • Verständliche Sprache
  • Leichte Sprache
  • DGS

Schriftgröße einstellen:

  • Schrift vergrößern
  • Schrift verkleinern
  • Schriftgröße zurücksetzen

IMH Dienste

EGSB-Projekt

Sind Sie beruflich erfolgreich?

Das EGSB-Projekt sucht „erfolgreiche gehörlose und schwerhörige Menschen im Beruf“.

zum EGSB-Projekt

Inhaltsbereich

Pflege und Assistenz

Für pflegebedürftige Menschen gibt es viele Wege, wie das Leben aussehen kann. Unterstützung als Pflege und persönliche Assistenz muss organisiert werden. Die Leistungen verschiedener Kostenträger wirken zusammen und sollen flexibel an die Bedürfnisse der Betroffenen angepaßt werden.

  • Ambulante Pflege zuhause: Die ambulante Pflege hat Vorrang vor der Heimunterbringung nach § 13 SGB 12. Die ambulante Pflege können Angehörige, angestellte Personen mit oder ohne pflegerische Ausbildung und Pflegedienste übernehmen.
  • Tagespflege: Man besucht tagsüber eine Tagesstätte oder klinische Einrichtung und erhält abends Pflege zuhause. Teilstationäre Leistungen haben Vorrang vor stationären Leistungen - ebenfalls nach § 13 SGB 12.
  • Leben in einer betreuten Wohngruppe für behinderte Menschen ist gut gegen die Isolation, die durch häusliche Pflege entstehen kann. Es gibt auch Wohngruppen für hörbehinderte und taubblinde Menschen (Beispiele siehe Adressen am Ende des Textes).
  • Die stationäre Unterbringung oder Heimunterbringung ist die letzte Möglichkeit, die in Betracht gezogen wird, wenn keine anderen Möglichkeiten zur Verfügung stehen.
  • Wenn man noch etwas arbeiten kann und will, dann kann die ambulante Pflege verbunden werden mit Leistungen der Wiedereingliederungshilfe, dem persönlichen Budget und Arbeitsassistenz.

Um den besten Weg zu finden und die richtigen Entscheidungen zu treffen, benötigt man vor allem Informationen und die Unterstützung von anderen Menschen bei Behörden-Kontakten. Man kann einen anderen Menschen als Beistand beauftragen oder einen Gehörlosen-/Schwerhörigenverband. Oder wenn man einen Betreuer, eine Betreuerin hat, dann kann man sie/ihn beauftragen, verschiedene Wege herauszufinden und darüber Informationen zu geben. Über den richtigen Weg sollte man mit Hilfe der Informationen selbst entscheiden.

Leistungen der Pflegeversicherung

Die Leistungen der Pflegeversicherung richten sich nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit. Sie sind gestaffelt nach den Pflegestufen 1 bis 3.

Beauftragen kann man mit der Pflege entweder eine Einrichtung, einen Pflegedienst oder andere Personen: Angehörige oder Angestellte - mit oder ohne pflegerische Ausbildung. Man hat die Wahl.

Die Höhe der Geldleistungen oder Sachleistungen für die Pflegestufen 1-3 kann man unter folgendem Link nachlesen: Leistungen der Pflegeversicherung

Hilfe zur Pflege

Wenn die Leistungen der Pflegeversicherung nach den Pflegestufen 1 bis 3 nicht ausreichen, dann muss das Sozialamt die restlichen Kosten übernehmen, wenn die eigenen finanziellen Mittel nicht ausreichen. Das nennt man Hilfe zur Pflege. Mehr dazu: Hilfe zur Pflege.

Pflege und das persönliche Budget

Man bekommt Geld stattt Sachleistungen und kann die benötigte Hilfe selbst organisieren. Man kann zum Beispiel wie ein Arbeitgeber Assistenten anstellen. Verschiedene Kostenträger wirken zusammen. Die Kombination der Leistungen sind im Persönlichen Budget zusammengefaßt. Wer das persönliche Budget für die persönliche Assistenz in Anspruch nehmen will, findet Informationen unter Persönliches Budget oder bei den Gemeinsamen Servicestellen.

Gebärdensprachvideo

Zum Thema persönliches Budget gibt es beim BMAS Gebärdensprachvideos zum persönliches Budget.

Suche nach geeigneten Personen für die Pflege

Man hat verschiedene Möglichkeiten, geeignete Personen für die Assistenz zu finden:

  • Im Internet gibt es einen Info-Dienst der Verbraucherverbände: www.weisse-liste.de/pflegeplaner.
  • Man kann im Bekanntenkreis fragen, wer arbeitslos ist und über ausreichende kommunikative Fähigkeiten verfügt. Ein Problem ist unter Umständen die zu große persönliche Nähe, die das Arbeitgeber-Arbeitnehmerverhältnis erschwert.
  • Man kann eine Such-Anzeige beim Taubenschlag aufgeben.
  • Man kann bei Gehörlosenverbänden und Schwerhörigenverbänden nachfragen.
  • Man kann im Telefonbuch einen Pflegedienst finden und beauftragen. Das Problem ist die mangelnde kommunikative Ausbildung vieler Assistenten und Assistentinnen. Man muss gezielt nach kommunikativen Fähigkeiten fragen. Es kann auch hilreich sein, die Erfahrungen von anderen Kunden des Pflegedienstes zu hören.
  • Man kann selbst im Internet suchen, zum Beispiel über die Assistenzbörse www.assistenzboerse.de. Die Assistenzbörse ist eine bundesweite Initiative vom Verbund behinderter Arbeitgeber/innen in München: VbA-Selbstbestimmt Leben e.V.

Wichtiger Hinweis: Es gibt ein Recht auf ambulante Pflege !
Gesetz: § 13 SGB 12

Adressen

Informationen über alles, was zur Pflege von gehörlosen und sehbehinderten Menschen gehört, findet man hier: Plegekompetenzcenter Kein Handicap Berlin

Im Folgenden finden Sie Adressen von Wohngruppen und Pflegeheimen für Menschen mit Hörbehinderung:

Pflegeheime und Wohngruppen

Nicht alle Wohngruppen nehmen pflegebedrüftige Menschen auf!

Hier finden Sie Adressen für Wohnassistenz, Arbeitsassistenz und Pflegedienste, die ein Angebot für Menschen mit Hörbehinderung haben:

Assistenten und ambulante Dienste

Leserbewertung: sehr hilfreich (Anzahl der Bewertungen:222)

Wie bewerten Sie diesen Beitrag?

noch keine Kommentare

Kommentieren Sie den Inhalt des obigen Texts, stellen Sie Fragen oder antworten Sie auf Fragen anderer.

Wichtig: Felder mit einem *-Stern müssen ausgefüllt werden.