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Finanzierung von Frühförderung

Frühförderung besteht oft aus verschiedenen "Bausteinen": zum Beispiel heilpädagogische, logopädische, ergotherapeutische oder medizinische Maßnahmen.
Die unterschiedlichen Träger müssen hierfür zusammenarbeiten (Krankenkassen, Sozialhilfeträger, Kinder- und Jugendhilfeträger und andere). Auch die Fachleute sollen zusammenarbeiten:

Die Frühförderverordnung soll dafür sorgen, dass Eltern und Kind die Versorgung aus einer Hand erhalten. Das nennt man "Komplexleistung".

Komplexleistung bedeutet, dass für einen bestimmten Zeitraum (zum Beispiel ein Jahr) Fördermaßnahmen von verschiedenen Stellen erbracht werden, die interdisziplinär zusammenarbeiten. In Abstimmung mit den Eltern soll ein individuelles Gesamtziel und ein Behandlungsplan festgelegt werden. Die Maßnahmen können dann gleichzeitig oder nacheinander erfolgen.

Gefördert werden auch Hausbesuche (sogenannte mobil aufsuchende Hilfen = ambulante Hilfen) und Teambesprechungen, die dem Austausch von Informationen und der Supervision der Fachleute dienen.

Die Frühförderverordnung gilt seit 2003. Die Anwendung in der Praxis hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) durch ein Rundschreiben an die Kostenträger geklärt (Rundschreiben vom 24. Juni 2009). Das Rundschreiben und weitere Informationen kann man bekommen über das Bürgertelefon und das Gebärdentelefon des Bundesministeriums für Gesundheit.

Frühförderung und Persönliches Budget

Wenn Eltern unzufrieden sind mit der staatlichen Frühförderung, kann die Sachleistung Frühförderung in eine Geldleistung umgewandelt werden: das Persönliche Budget. Die Eltern bekommen dann Geld, das sie für selbst-gewählte private Anbieter von Frühförderung ausgeben. Grundlage ist § 17 Sozialgesetzbuch 9.

Seit dem 01. Januar 2008 besteht ein Rechtsanspruch auf das "Persönliches Budget". Das Wunsch- und Wahlrecht der Familie wird berücksichtigt, wenn die rechtlichen Voraussetzungen (Förderbedarf) erfüllt sind.

Die Höhe des Persönlichen Budgets ergibt sich aus dem individuellen Förderbedarf jeder einzelnen Familie und ihrer räumlichen Entfernung zum nächsten Frühförderer - unabhängig vom Einkommen der Eltern.

Wie beantragt man das Persönliche Budget?

Die Eltern beantragen für ihre Kinder das Persönliche Budget beim Sozialamt als Eingliederungshilfe. Man kann für bei der Antragstellung Hilfe bekommen: zum Beispiel hilft das Netzwerk privater Frühförderung mit Gebärdensprache bei der Beantragung.

Das folgende pdf-file informiert über das Thema Frühförderung und persönliches Budget in Hessen.

Mehr über das persönliche Budget hier im Portal: Persönliches Budget.

Gesetze

Frühförderungsverordnung (FrühV) in Verbindung mit
§ 30 Sozialgesetzbuch 9 (§ 30 SGB IX)

Quellen

Rundschreiben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) vom 24. Juni 2009

Gemeinsame Pressemitteilung der Patientenbeauftragten und der Behindertenbeauftragten Berlin vom 07.07.2009

Newsletter-Meldung von Karin Kestner vom 26.11.2009

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