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Das EGSB-Projekt sucht „erfolgreiche gehörlose und schwerhörige Menschen im Beruf“.

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Betriebliche Ausbildung

Bei einer betrieblichen Ausbildung lernt und arbeitet man in einem Betrieb und geht außerdem in die Berufsschule.

Damit man die Ausbildung in einem Betrieb machen kann, braucht man eine Lehrstelle. Eine Lehrstelle kann man selbst oder mit Hilfe vom Integrationsfachdienst suchen.

Nicht alle Betriebe dürfen ausbilden. Ein Betrieb muss berechtigt sein, auszubilden. Zum Beispiel muss ein Meister da ist. Der Betrieb ist dann ein Ausbildungsbetrieb.

Vorteile gegenüber der Ausbildung im Berufsbildungswerk:

  • Man lernt die normale Arbeitswelt gleich in der Ausbildung kennen.
  • Man hat schon einen Arbeitgeber. Dieser kann den Lehrling nach der Ausbbildung in ein Beschäftigungsverhältnis übernehmen.

Daher ist eine betriebliche Ausbildung besser als eine Ausbildung in einem Berufsbildungswerk.
Aber nicht viele gehörlose junge Menschen mit zusätzlichem Handicap machen eine Berufsausbildung in einem Betrieb.

Gehörlose Jugendliche machen oft eine Ausbildung in einem Berufsbildungswerk. Dies hat einige Nachteile, denn die jungen Menschen lernen das richtige Arbeitsleben erst nach der Ausbildung kennen. Dann ist es schwierig, nach der Ausbildung einen Arbeitsplatz zu finden.

Suche nach einem betrieblichen Ausbildungsplatz

Eine gute Hilfe bei der Suche nach einem betrieblichen Ausbildungsplatz ist das persönliche Umfeld. Das sind Verwandte, Freunde oder Bekannte.

Wer kann helfen?
  1. Freunde
  2. Eltern und die Freunde der Eltern
  3. Kollegen am Arbeitsplatz der Eltern
  4. Lehrer und Lehrerinnen
  5. Agentur für Arbeit
  6. Integrationsfachdienste
  7. Gehörlosen- und Schwerhörigenvereine
  8. Angebote im Internet
Suche nach dem Ausbildungsplatz - Erfahrungen
  • In der Schulzeit kann man ein Praktikum in einer Firma machen. Längere Praktika (auch in den Ferien) sind gut für Kontakte mit den Arbeitgebern.
  • Manche Firmen beschäftigen gehörlose und schwerhörige Menschen. Fragen Sie dort. Sprechen Sie mit der Schwerbehindertenvertretung.
  • Öffentliche Arbeitgeber beschäftigen viele behinderte Menschen. Sprechen Sie mit Ihrem Gemeinderat oder ihrer Gemeinderätin, Ihrem Stadtrat, Ihrer Stadträtin.

Die Suche über persönliche Netzwerke ist aufwändig. Man muss viele Menschen fragen, aber man kann auf diesem Weg einen Ausbildungsplatz finden. Das konnte auch statistisch in der Forschung gezeigt werden.

Unterstützung für gehörlose Jugendliche bei der betrieblichen Ausbildung

Gehörlose und stark schwerhörige Jugendliche brauchen meist zusätzliche Hilfen, wenn sie eine Ausbildung in einem regulären Ausbildungsbetrieb machen. Solche Hilfen sind zum Beispiel:

Die Auszubildenden bekommen dabei einen Ausbildungscoach. Das ist eine persönliche Assistenz. Sie hilft den Auszubildenden in allen Bereichen der Ausbildung. Sie berät auch die Firmen während der gesamten Ausbildungszeit. Diese Hilfen werden von Bildungseinrichtungen für Hörgeschädigte organisiert.

Ablauf
  1. Der gehörlose Jugendliche spricht mit dem Reha-Berater bei der Agentur für Arbeit.
  2. Die Agentur für Arbeit beauftragt eine Einrichtung und teilt mit, dass der gehörlose Auszubildende eine unterstützende Begleitung braucht.
  3. Die Einrichtung beauftragt einen Ausbildungscoach oder einen Gebärdensprachdolmetscher.
Finanzierung

Kostenträger ist die Agentur für Arbeit in Zusammenarbeit mit der Bildungseinrichtung.

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1 Kommentar

  • 1) Wer hilft denn?

    Autor(in): Joachim

    „Wer hilft denn einem wenn der Rehaberater der Arge eine Ausbildung am 1. Arbeitsmarkt ablehnt obwohl der Hauptschulabschluß mit Notendurchschnitt 2,4 vorliegt?
    Mit der Begründung das lt. seinen Unterlagen die er hat und dem Gutachten des Psychologen eine Lernbehinderung vorliegt. Er würde das Zeugniss nicht anerkennen weil es bekannt ist das Schulen wie das LBZH die Schüler immer besser bewertet als wie sie sind!
    Wer hilft einem jetzt? Ich frage deshalb weil ich bin Vater von 3 Töchtern (Drillinge) 18 Jahre alt die hochgradig schwerhörig sind und die eine Ausbildung am 1. Arbeitsmarkt machen möchten. Die es geschafft haben durch ihr Praktikum Firmen zu finden die sie ausbilden wollen. Wir haben viel telefoniert aber richtig Hilfe bekommt man nicht.”

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