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Das EGSB-Projekt sucht „erfolgreiche gehörlose und schwerhörige Menschen im Beruf“.

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Mobilität

Wenn behinderte Menschen unterwegs sind, dann wollen sie wie andere mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit Bus oder Bahn fahren oder mit dem Auto und Flugzeug reisen. Das nennt man Mobilität. Die Mobilität soll nicht durch Barrieren in der Umwelt eingeschränkt werden! Zuerst denken die meisten an Treppen und Barrieren für Rollstuhlfahrer. Aber es gibt auch andere Barrieren. Zum Beispiel wenn für blinde Menschen an Ampeln keine akustischen Signale gegeben werden. Oder wenn für gehörlose Menschen die Lautsprecherdurchsagen an Bahnsteigen nicht durch optische Signale ergänzt werden.

Mobilität für gehörlose Menschen

Unterwegs mit Bus und Bahn

Lautsprecherdurchsagen in Zügen, Straßenbahnen und an Bahnsteigen müssen für gehörlose Menschen durch optische Signale ergänzt werden. Informationen über Reisen, Bus- und Zugverbindungen müssen in verständlicher Form gegeben werden. Reisebüros und Organisatoren von Reisen müssen unter Umständen die Notwendigkeit von Gebärdensprachdolmetschern einbeziehen, zum Beispiel als Begleitpersonen.

Reiseveranstalter

Reisen ist für gehörlose Menschen am einfachsten in einer Gruppe mit anderen gehörlosen oder schwerhörigen Menschen, die gleiche Kommunikationsmittel benutzen. Gehörlosen- und Schwerhörigenvereine organisieren daher auch häufig Reisen. Davon erfährt man auf der Internetseite taubenschlag.de. Es gibt auch Reisebüros, die auf Reisen für gehörlose Menschen spezialisiert ist, zum Beispiel: deaftravel.de und TravelforDeaf. Andere Reiseveranstalter berücksichtigen Menschen mit anderen besonderen Bedürfnissen, meistens mit Bewegungsproblemen. Hörgeschädigte Menschen mit zusätzlichen Handicaps müssen sich informieren und dann entscheiden, welche Veranstalter ihren Bedürfnisse am meisten entgegenkommen.

Mit dem Auto unterwegs

Wenn gehörlose oder schwerhörige Menschen mit dem Auto unterwegs sind, können Sie in einen Unfall verwickelt werden. Oder manchmal brauchen sie auch Pannenhilfe. Verständigungsprobleme können in diesen Situationen ein ernstes Problem sein. Da sind eventuell Papier und Bleistift und Geduld wichtig. Es dauert in der Regel zu lange, einen Gebärdensprachdolmetscher zu holen. Möglicherweise können SMS/Handy, Tess oder Notrufnummern eine Hilfe sein. Auch mobile Videophonie ist eine neue Technik, die helfen kann.

Seit 2004 bietet ein Autohersteller einen speziellen Service für Gehörlose: Die Notdienstzentrale ist per SMS und Fax erreichbar. "365 Tage im Jahr, rund um die Uhr stehen wir gehörlosen Menschen nun noch besser, schneller und direkter mit unseren Leistungen zur Verfügung." Gehörlose Autofahrer können sich vorab per Fax, über www.vw-service.de oder auch direkt beim VW-Händler registrieren lassen. Außerdem besteht hier die Möglichkeit, eine Kontaktperson zu benennen, die bei Bedarf benachrichtigt wird.

Die Notdienstzentrale von VW ist für Gehörlose per SMS aus den Netzen D1/D2 über 99 +0800-1234107, E-Plus: 1551 +0800-1234107, O2: 329 +0800-1234107 sowie per Fax über 0800-1234107 erreichbar. Ein Test des imh-Teams hat aber leider ergeben, dass sich dieser gut gemeinte Service nur mit mehreren Tagen(!) Verspätung meldete. Autohersteller und Servicestellen sind folglich aufgerufen, diese und ähnliche Servicenummern zu optimieren.

Mobilität für gehbehinderte Menschen

Es gibt zahlreiche Projekte von Behinderteninitiativen, Kommunen und Städten, die die Bedingungen für behinderte Menschen verbessern wollen. Ein Beispiel ist der Beirat für behinderte Menschen der Stadt Heidelberg, der einen Stadtplan für Rollstuhlfahrer und Blinde erarbeitet.

Beirat für behinderte Menschen

  • Visitenkarte herunterladen

    Beirat von Menschen mit Behinderungen
    Fischmarkt 2
    D- 69117 Heidelberg

    main prefTelefon: 06221-5838-190
    faxFax: 06221-5838-900
    E-Mail:
    Website: http://www.bmb.heidelberg.de

Das bundesweite Projekt "sicher mobil" arbeitet für die sichere Mobilität von Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Themen sind zum Beispiel: die sichere Beförderung von Rollstuhlnutzern, die Hilfsmittelversorgung, Assistenz und Mobilitätstraining. "Sicher mobil" richtet sich an Menschen, die beruflich oder in der Freizeit mit Rollstuhlnutzern zusammen arbeiten. Die ein- oder zweitägigen Seminare sind für die Einrichtungen kostenlos und finden in den Einrichtungen vor Ort statt. Das Projekt wird von der Berufsgenossenschaft Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (www.bgw-online.de) und dem Deutschen Rollstuhl-Sportverband (www.rollstuhlsport.de) beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales durchgeführt.

Es gibt noch viele andere Projekte mit dem Thema Mobilität. Zum Beispiel:

Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland ISL

  • Visitenkarte herunterladen

    Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland
    Krantorweg 1
    D- 13503 Berlin

    main prefTelefon: 030-40571409
    videoBild-Telefon: 030-40573685
    E-Mail:
    Website: http://www.isl-ev.de

Nachteilsausgleiche im Bereich Mobilität

  • Schwerbehinderte Menschen und Begleitpersonen können kostenlos oder mit Ermäßigung den Personennahverkehr benutzen. Zum Nahverkehr gehören Straßenbahnen, Omnibusse, S-Bahnen und U-Bahnen, Eisenbahnen im Verkehrsverbund und in einem bestimmten Umkreis.
  • Auch auf Fernstrecken der Deutschen Bundesbahn reisen behinderte Menschen und ihre Begleitpersonen im Rahmen der gesetzlichen Nachteilsausgleiche kostenlos.
  • Reiseunternehmen, Automobilclubs und Fluggesellschaften bieten Ermäßigungen auf Anfrage an.
  • Die Straßenverkehrsbehörden informieren über verschiedene Nachteilsausgleiche im Straßenverkehr. Es gibt zum Beispiel den europäischen Parkausweis, der in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union anerkannt ist. Mit diesem Ausweis kann man die Parkerleichterungen nutzen, die in dem Mitgliedstaat gelten. Für Deutschland gibt es auch besondere Parkausweise.

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