Brotkrümmelpfad

Volltext-Suche

Einstellungen

Sprachauswahl:

  • Verständliche Sprache
  • Leichte Sprache
  • DGS

Schriftgröße einstellen:

  • Schrift vergrößern
  • Schrift verkleinern
  • Schriftgröße zurücksetzen

IMH Dienste

EGSB-Projekt

Sind Sie beruflich erfolgreich?

Das EGSB-Projekt sucht „erfolgreiche gehörlose und schwerhörige Menschen im Beruf“.

zum EGSB-Projekt

Inhaltsbereich

Ausbildung im Berufsbildungswerk

Berufsbildungswerke (BBW) sind Einrichtungen, in denen junge Menschen mit Behinderungen eine berufliche Erstausbildung machen können. Das Hauptziel ist die Eingliederung der behinderten Jugendlichen in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Weitere Ziele sind die persönliche, soziale und gesellschaftliche Integration.

Welche Angebote gibt es im BBW?

Berufliche Erstausbildung

In den Berufsbildungswerken können junge Menschen mit Behinderungen eine berufliche Erstausbildung in einem industriellen, kaufmännischen, handwerklichen, landwirtschaftlichen oder hauswirtschaftlichen Beruf machen. Angestrebt wird ein Ausbildungsabschluss auf Grundlage des Berufsbildungsgesetzes oder der Handwerksordnung. Je nach Art und Schwere der Behinderung gelten entweder die regulären Ausbildungsordnungen oder die besonderen Ausbildungsregelungen für Behinderte.

Die praktische Ausbildung findet in Ausbildungswerkstätten und Übungsbüros des BBW statt. Die theoretische Ausbildung findet in der Regel in der eigenen Berufsschule des BBW statt. Um Erfahrungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu sammeln, gehört auch ein Praktikum zur Ausbildung.

Nachteile der Ausbildung in einem BBW
  • Die jungen Menschen lernen das richtige Arbeitsleben erst nach der Ausbildung kennen.
  • Es ist nicht einfach, nach der Ausbildung einen Arbeitsplatz zu finden.
  • Die Firmen kennen oft keine Menschen mit einer Behinderung und sind unsicher, ob diese für den Arbeitsplatz geeignet sind.

Die BBWs haben deshalb besondere Maßnahmen entwickelt, um die Integration in die Arbeitswelt zu verbessern.

Integration in die Arbeitswelt
  • Man macht Praktika in der Nähe des Wohnorts.
  • Man macht einen Teil der Ausbildung in einem Berufsbildungswerk und einen Teil in einer Firma.
  • Man macht die Praxis in einem Ausbildungsbetrieb und man besucht gleichzeitig eine Berufsschule für behinderte Menschen.
  • Das Berufsbildungswerk schließt den Ausbildungsvertrag ab. Die Firma muss keine Formulare ausfüllen.
  • Die Ausbildung in der Einrichtung wird mit einer Ausbildung in einem Betrieb verbunden.

Diese verschiedenen Formen der Ausbildung wurden in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Arbeit und der Arbeitsagentur entwickelt. Mehr dazu: Unterstütze betriebliche Ausbildung im BBW

Berufsvorbereitung

Die Berufsbildungswerke bieten spezielle berufsvorbereitende Maßnahmen an: Berufsfindung, Arbeitserprobung und Förderlehrgänge. Diese Maßnahmen sind für behinderte Jugendliche, bei denen die Ausbildungs- oder Berufsreife noch nicht vorhanden ist.

Weiterbildung

Manche Berufsbildungswerke machen auch Angebote zur Weiterbildung nach der Erstausbildung.

Betreuung

In den Berufsbildungswerken sind Ausstattung, Lerninhalte und Betreuung auf die besonderen Bedürfnisse von behinderten Menschen abgestimmt. Die Betreuung erfolgt durch sozialpädagogische, sonderpädagogische, medizinische und psychologische Fachdienste sowie das Integrationsteam, das zum Beispiel bei der Stellensuche hilft.

Wohnen

Die meisten Berufsbildungswerke haben Internate, in denen man während der Ausbildung wohnen kann.

BBWs für hörgeschädigte Menschen

Für hörgeschädigte Menschen gibt es besondere Berufsbildungswerke, die auf die besonderen Bedürfnisse eingerichtet sind. Hörgeschädigte Menschen mit zusätzlicher Behinderung sind auch eine Zielgruppe dieser Berufsbildungswerke. Adressen von Berufsbildungswerken finden Sie in "Service-Menü".

Finanzierung

Die Finanzierung ist gesetzlich geregelt. Fragen Sie bei der Agentur für Arbeit und beim Integrationsfachdienst nach!

Gesetzliche Grundlagen

Reguläre Ausbildungsordnungen, zum Beispiel § 5 BBiG oder § 26 HwO.
Besondere Ausbildungsregelungen für Behinderte, zum Beispiel § 66 BBiG oder § 42m HwO.
Pflichtleistungen für behinderte Jugendliche, zum Beispiel § 2 SGB 9 und § 19 SGB 3

Fachgebärdenlexikon der Berufsbildungswerke

Die Arbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke hat außerdem ein Fachgebärdenlexikon für gehörlose Auszubildende entwickelt. In diesem Fachgebärdenlexikon werden Berufe vorgestellt, die man an BBWs lernen kann. Hier sind die Fachgebärden für den Maler.

Lexikonartikel in Deutscher Gebärdensprache

Im Fachgebärdenlexikon Sozialarbeit und Sozialpädagogik kann man eine Definition von Berufsbildungswerk in der Fachsprache der Sozialarbeiter und Sozialpädagogen lesen. Die Definition wird in Deutscher Gebärdensprache gebärdet.

Fachgebärde Berufsbildungswerk

Zusätzliche Informationen:

Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke - BAG BBW
Modellversuch VAmB - Verzahnte Ausbildung mit Berufsbildungswerken

Leserbewertung: sehr hilfreich (Anzahl der Bewertungen:351)

Wie bewerten Sie diesen Beitrag?

noch keine Kommentare

Kommentieren Sie den Inhalt des obigen Texts, stellen Sie Fragen oder antworten Sie auf Fragen anderer.

Wichtig: Felder mit einem *-Stern müssen ausgefüllt werden.