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Das EGSB-Projekt sucht „erfolgreiche gehörlose und schwerhörige Menschen im Beruf“.

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Diskussion zum sonderpädagogischen Förderbedarf

Die Diskussion über Behinderung und Schule, Förderschulen, Integration und Ausgrenzung, hat viele Eltern und Pädagogen beschäftigt. Die gesonderte Beschulung außerhalb der Regelschulen ist sehr umstritten.

Pro

Eine Reihe von Elternvereinigungen und Pädagogen sind der Meinung, dass schwerhörige und gehörlose Kinder eine ganz besondere Kommunikationssituation haben. Dies könne nur in Förderschulen geschaffen werden, das diese speziell auf die Bedürfnisse hörbehinderte Kinder eingehen könnten.

Contra

Viele Eltern und Pädagogen kritisieren eine gesonderte Beschulung als Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen mit Behinderung. Die Bildungschancen in den Förderschulen seien schlecht und die Leistungen der Schüler würden durch sogenannte Förderschulen nicht gefördert:
- 77 Prozent der Schüler verlassen die Förderschulen ohne Hauptschulabschluss,
- nur 0,2 Prozent der Schüler erreichen das Abitur (Quelle SPIELGEL 2/2009).

Die Kritiker der Förderschulen meinen, dass sich die Regelschulen ändern müssen, damit auch behinderte Kinder hier gut gefördert werden. Zahlreiche Eltern haben bereits Prozesse gegen die Schulbehörden geführt, damit ihre Kinder die Regelschule besuchen können.

Seitdem die UN-Behindertenrechtskonvention das Recht auf eine inklusive Beschulung feststellt, gibt es viele Diskussionen zum Thema Inklusion und Integration.

Spezifische Fragen bei gehörlosen Kindern

Gehörlose Menschen brauchen den Kontakt zu anderen Gehörlosen und zur Gehörlosenkultur. Wenn gehörlose Kinder gemeinsam in der Schule Gebärdensprache sprechen, können sie sich genauso miteinander verständigen wie die Hörenden. Aber dies bedeutet meistens, dass sie weit weg von der Familie und ihrer vertrauten Umgebung in einem Internat leben müsse.n

Und wie sieht dieses Problem aus für behinderte Menschen mit zusätzlichem Handicap, die nicht ohne weiteres an Gehörlosenkultur teilnehmen können, weil sie auch die Gebärdensprache nicht beherrschen?

Modelle
  • Mehrere gehörlose Kinder gehen als Gruppe gemeinsam mit hörenden Kindern in die Schule. Die Kommunikation soll durch Gebärdensprachdolmetscher erleichter werden.
    Dies ist ein Vorschlag des ehemaligen Vorsitzenden des Gehörlosenbundes, Dr.Ulrich Hase.
  • Mehrere gehörlose Kinder werden in einer Gruppe gemeinsam mit hörenden Kindern unterrichtet. Aber der Unterricht wird von zwei Lehrern durchgeführt: einem Sonderschulpädagogen und einem Lehrer der Regelschule. Dieses Modell wurde bereits in einigen Schulen durchgeführt.
  • Lehrer aus den Förderschulen helfen direkt im Unterricht der Regelschule, wenn in der Klasse ein behindertes Kind ist.
  • An den meisten Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Hören gibt es mobile Dienste. Das sind Sonderpädagogen, die die Regelschulen beraten, wenn ein behindertes Kind die Klasse besucht.
    Eltern können sich direkt an diese mobilen Dienste wenden, um sich zur integrativen Beschulung zu beraten.

Mobile Dienste

Es gibt in den Bundesländern viele unterschiedliche Modelle und praktische Lösungen für den Einzelfall. Immer weniger hörbehinderte Kinder leben im Internat getrennt von ihren Eltern.

Dieser Artikel befindet sich im Aufbau. Diskussionsbeiträge und Erfahrungsberichte sind ausdrücklich erwünscht. Schreiben Sie uns hier: Erfahrungsbericht !

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1 Kommentar

  • 1) spz

    Autor(in): sandra cuculich-gärtner

    „Hallo!
    Ich habe zwei Kinder unser Sohn ist 11 Jahre und unsere Tochter 7 Jahre alt. Beide Kinder waren Frühchen. Unser Sohn wurde in der 30.SSW und unsere Tochter in der 23.SSW geboren. Unser Sohn hat eine Rechenschwäche sprich Dyskalkulie. Durch seine Rechenschwäche hatten wir in der alten Schule massive Probleme mit den Pädagogen. Alles sollte auf den SBZ hinauslaufen. Trotz demendsprechender Förderung wurde dies nicht anerkannt. Somit erhielt er im Halbjahreszeugnis sowie im Jahreszeugnis ein Nicht Genügend in Mathematik. Nach all den Untersuchungen durch diverse Schulpsyhologen sollte es auch mit der Wiederholung der dritten Klasse Volksschule nicht normal funktionieren. Nach langem hin und her erreichten wir endlich einen Schulwechsel.Unser Sohn fand wieder neue Motivation und bekam heuer im Halbjahreszeugnis in Mathematik die Note Gut. Auch ohne SPZ, und allen Meinungen zu trotze. Unser Tochter besucht im Moment noch die Vorschule. Leider hatten wir schon wieder eine Austestung durch eine Schulpsychologin, die meinte das unsere Tochter nicht in die normale erste Klasse kommen sollte sondern auch einen SPZ benötigen würde. Wie kann man nach einer halben Stunde Untersuchung eine Feststellung über das 'Können eines Kindes abgeben. Ich bleibe weiterhin auf meinem Standpunkt bestehen. Den auch bei unserem Sohn hat sich unsere Meinung bewarheitet, trotz Schulpsychologie..”

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