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Abmahnung

Vor einer Kündigung muss der Arbeitgeber immer eine Abmahnung aussprechen.

In der Abmahnung beschreibt er das konkrete Fehlverhalten des Arbeitnehmers und gibt die Warnung, dass eine Wiederholung Konsequenzen hat, zum Beispiel eine Kündigung.

Anhörung der Schwerbehindertenvertretung

Der Arbeitgeber muss bei allen Konflikten mit schwerbehinderten Beschäftigten möglichst frühzeitig die Schwerbehindertenvertretung, den Betriebsrat und das Integrationsamt informieren. Auch muss der Arbeitgeber auch vor einer Abmahnung die Schwerbehindertenvertretung anhören.

Wer eine Abmahnung vom Arbeitgeber erhält, sollte daher ebenfalls möglichst bald die Schwerbehindertenvertretung oder das Integrationsamt informieren.

Regeln für die Abmahnung:

  • Genau beschreiben:
    Der Arbeitgeber muss das Fehlverhalten des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin genau beschreiben, damit man weiß, was man anders machen muss.
  • Warnung:
    Der Arbeitgeber muss eine Warnung aussprechen, dass er ein solches Fehlverhalten in Zukunft nicht dulden wird.
  • Konsequenzen:
    Die konkrete Folge muss benannt werden, falls der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin dasselbe oder ein ähnliches Fehlverhalten wiederholt. Zum Beispiel, dass dann möglicherweise eine Kündigung folgt.
  • Information:
    Der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin muss von der Abmahnung wissen. Der Arbeitgeber kann die Abmahnung mündlich oder schriftlich aussprechen. In der Regel tut er dies schriftlich, damit er es vor Gericht beweisen kann.
  • Zeitnah:
    Der Arbeitgeber muss möglichst schnell reagieren. Je länger er mit der Abmahnung wartet, umso weniger wirkt die Abmahnung.
  • Personalakte:
    Die Abmahnung kommt in die Personalakte. Der Arbeitnehmer kann verlangen, dass die Abmahnung aus der Personalakte entfernt wird, wenn der Sachverhalt nicht zutrifft oder wenn der Arbeitgeber zu lange mit der Abmahnung gewartet hat.
  • Wiederholungsfall:
    Wenn sich das Fehlverhalten wiederholt (gleich oder ähnlich), kann der Arbeitgeber die angedrohte Maßnahme durchführen, zum Beispiel die Kündigung aussprechen.

Gesetze

§84 Sozialgesetzbuch 9, Prävention (Prävention heißt: Vorbeugung)
§95 Sozialgesetzbuch 9, Aufgaben der Schwerbehindertenvertretung

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