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Inhaltsbereich

Jugendarbeitsschutzgesetz

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Das Jugendarbeitsschutzgesetz schützt Kinder und Jugendliche vor Überforderung und Gefahren bei der Ausbildung und am Arbeitsplatz.

Für wen ist das Jugendarbeitsschutzgesetz?

Für Kinder (unter 15 Jahre) und Jugendliche (15-18 Jahre)

  • in der Berufsausbildung
  • in Arbeitsverhältnissen
  • in der normalen Schule (Vollzeitschule)

Das Jugendarbeitsschutzgesetz bezieht sich auf folgende Bereiche:

Dauer der Arbeitszeit

Jugendliche dürfen:

  • an fünf Tagen pro Woche arbeiten
  • bis acht Stunden täglich arbeiten
  • bis zu 40 Stunden pro Woche arbeiten
  • Schichtarbeit darf höchstens 10 Stunden dauern (mit Pausen)
  • Die Arbeitszeit muss zwischen 6:00 Uhr und 20:00 Uhr liegen (Ausnahmen sind zum Beispiel Bäckerei, Krankenhaus, Gaststätte)
  • Jugendliche sollen am Samstag und Sonntag frei haben (Ausnahmen sind zum Beispiel Gaststätten, Landwirtschaft, Krankenhaus)
  • Kinder dürfen grundsätzlich nicht beschäftigt werden (Ausnahme Schulpraktikum)
Berufsschule

Für den Berufsschulunterricht und für Prüfungen müssen die Jugendlichen einen Tag frei haben. Am Arbeitstag vor der schriftlichen Prüfung müssen Jugendliche frei bekommen.

Urlaub

Wie viele Urlaubstage ein Jugendlicher bekommt, hängt von seinem Alter ab.

Alter Urlaub
15 Jahre 30 Tage
16 Jahre 27 Tage
17 Jahre 25 Tage
18 Jahre 22 Tage
Gefährliche Arbeiten, Akkordarbeit

Jugendliche dürfen keine gefährlichen Arbeiten machen (z.B. mit großer Hitze oder extrem großem Lärm). Sie dürfen auch keine Akkordarbeiten machen.

Ärztliche Untersuchung

Am Anfang der Berufsaubildung oder eines Arbeitsverhältnisses müssen Jugendliche zu einem Arzt gehen. Er schreibt eine Bescheinigung über den Gesundheitszustand. Der Arbeitgeber muss diese Bescheinigung spätestens 14 Monate nach Beginn der Ausbildung oder Arbeit bekommen. Sonst darf er den Jugendlichen nicht weiter beschäftigen oder ausbilden. Ein Jahr nach der ärztlichen Untersuchung muss der Jugendliche zu einer Nachuntersuchung. So kann der Arzt erkennen, ob die Arbeit nicht zu schwer ist. Diese Untersuchungen sind vor allem bei jungen Menschen mit einer Behinderung sehr wichtig.

Wer kontrolliert die Einhaltung des Gesetzes?

Das Gewerbeaufsichtsamt überwacht die Einhaltung vom Jugendarbeitsschutzgesetz. Wenn man denkt, dass der Betrieb gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz oder gegen das Arbeitszeitgesetz verstößt, sollte man zuerst einmal mit seinem Ausbilder oder Vorgesetzten sprechen. Weitere Ansprechpartner sind die Jugendvertretung oder der Betriebsrat, die Lehrer an der Berufsschule oder die Ausbildungsberater an den Kammern. Man kann sich auch direkt an das Gewerbeaufsichtsamt wenden.

Gesetz

Hier können Sie im Jugendarbeitsschutzgesetz nachlesen

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