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Frühförderung

Jedes Kind braucht Hilfe beim Sprechenlernen. Die Eltern müssen eine Sprache finden, die das Kind verstehen kann. Auch wenn das Kind gut hören kann, verwenden sie Mimik, Gesten, Zeichen und Bilder. Für gehörlose, schwerhörige und taubblinde Kinder ist das Sprechenlernen noch schwieriger als für andere Kinder:

  • Gehörlose und stark schwerhörige Kinder müssen lernen, Sprache mit den Augen zu verstehen. Absehen und Gebärdensprache helfen ihnen, Sprache zu verstehen. Kleine Kinder können Gebärden zunächst besser verstehen, deshalb verwenden auch Eltern gut hörender Kinder oft spielerisch Zeichen. Absehen ist sehr schwierig, denn das Mundbild ist nicht eindeutig und setzt das Sprachverständnis bereits voraus.
  • Schwerhörige Kinder brauchen ein Hörgerät, das gut angepasst ist. Aber auch gut angepasste Hörgeräte können aus hörbehinderten Kindern keine hörenden Kinder machen. Technische Hilfen oder medizinische Eingriffe wie das operative Einsetzen eines Cochlear Implants (CI) oder Auditory Brain Implants (ABI) stoßen an Grenzen.
  • Taubblinde Kinder können Berührung fühlen und mit der Zeit die Regeln der Berührung verstehen lernen. Das Lormen ist eine Sprache, die mit den Fingern in die Handfläche übermittelt wird. Darüber hinaus gibt es die taktile Gebärdensprache für taubblinde Menschen. Mehr dazu : Kommunikation mit taubblinden Menschen.

In der Früherziehung lernen die Kinder Sprache verstehen und selbst sprechen. Weil sie die Sprache der Erwachsenen nicht hören und imitieren können, muss mühsam Wort für Wort erarbeitet werden: Sprechenlernen mit Artikulationsunterricht. Dafür gibt es an den Schulen und anderen Einrichtungen für hörbehinderte Menschen Frühförderstellen. Die Frühförderstellen helfen beim Aufbau der Sprache.

Inzwischen gibt es auch viele Frühförderstellen, die Gebärdensprache einsetzen, um zuerst das Sprachverständnis und Weltwissen zu verbessern. Das nennt man bilinguale (=zweisprachige) Frühförderung. Gebärdensprache und Lautsprache ergänzen sich.

Frühförderung durch gehörlose Erwachsene

Neu ist die gebärdensprachliche Frühförderung durch gehörlose Erwachsene oder die Frühförderung von schwerhörigen Kindern durch schwerhörige Erwachsene in Deutschland. Dies ist eine interessante und wichtige Entwicklung, die es in anderen Ländern schon länger gibt. Mehr dazu unter Frühförderung durch gehörlose Erwachsene.

Gehörlose Kinder mit Lernproblemen

Menschen, die oft mit gehörlosen Kindern gebärden, haben die Erfahrung gemacht: Gehörlose Kinder mit Lernproblemen lernen schneller und effektiver mit der Gebärdensprache DGS. Es kommt vor, dass gehörlose Kinder fälschlich als "lernbehindert", "geistig behindert" oder "autistisch" diagnostiziert werden. Wenn dann Gebärdensprache verwendet wird, stellt sich oft heraus, dass die Lernprobleme eine Folge fehlender Kommunikation waren. Hierzu ein Erfahrungsbericht.

Hörende Kinder hörgeschädigter Eltern

Auch hörende Kinder gehörloser und schwerhöriger Eltern haben einen Anspruch auf Frühförderung, wenn die Kinder keine Lautsprache von ihren Eltern lernen können. Wenn sie Lautsprache zu spät oder nur unvollständig lernen bekommen sie zur Vorbeugung von Sprachentwicklungs-Verzögerung Frühförderung.

Finanzierung von Frühförderung

Wie man für die Frühförderung finanzielle Hilfe bekommt, finden Sie hier: Finanzierung von Frühförderung.

Adressen

Im Service "Adressen suchen" finden Sie zahlreiche Adressen von Frühförderstellen, Kindergärten für hörbeeinträchtigte Kinder und Frühförderung durch gehörlose Erwachsene: Adressen suchen.

Wichtig

Fragen Sie die Einrichtung nach ihrem Konzept und nach der Art der kommunikativen Förderung! Auch Kinder haben das Recht auf Wahrung ihrer Identität. Das besagt ausdrücklich die UN-Behindertenrechtskonvention. Dieses Recht umfaßt auch die Art der Kommunikation.

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