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Förderschwerpunkt geistige Entwicklung

Die Kultusministerkonferenz hat die folgenden Vorgaben für den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung festgelegt:

Kinder und Jugendliche mit einer Beeinträchtigung der geistigen Entwicklung brauchen besondere Hilfen bei der Entwicklung von Wahrnehmung, Sprache, Denken und Handeln. Sie brauchen Unterstützung zur selbstständigen Lebensführung und bei der Findung und Entfaltung der Persönlichkeit. Die Lern- und Lebenssituation wird oft noch erschwert durch zusätzliche körperliche, psychische oder soziale Beeinträchtigungen.

Die Kinder und Jugendlichen entwickeln sich wegen der verschieden stark ausgeprägten Beeinträchtigungen ganz unterschiedlich. Deshalb muss die sonderpädagogische Förderung individuell angepasst werden.

Besondere Förderschwerpunkte sind:

  • Motorik, Wahrnehmung, Kommunikation, Emotionalität und Sozialverhalten,
  • Merkfähigkeit, Transferkompetenz, vorausschauendes Denken und Problemlöseverhalten,
  • Entwicklung der Kommunikationsfähigkeit durch Lautsprache, Gebärden, Bildsymbole und andere Formen,
  • Sprachverständnis, Ausdrucksvermögen,
  • Begriffsbildung und Anwenden von Begriffen, Erfahrungen zur alters- und geschlechtsspezifischen Entwicklung, zu Ich-Identität und Sinnfindung,
  • selbstbestimmte Handlungsfähigkeit,
  • Orientierung im Umfeld, Kenntnisse in den Bereichen Gesundheit, Umwelt, Natur und Technik,
  • grundlegende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen,
  • Begegnung mit Musik, Rhythmik, bildnerischen und bewegungsbetonten Möglichkeiten, Religion, Sport und Hauswirtschaft,
  • Selbstständigkeit in verschiedenen Bereichen: Selbstversorgung, Spiel und Freizeit, soziale Beziehungen und soziales Umfeld, Arbeit und Beschäftigung,
  • Gebrauch von Hilfsmitteln, Annehmen und Beachten von Lernhilfen, Pflege und Beratung,
  • Unterstützung im familiären und sozialen Lebensfeld.

Schwer mehrfachbehinderte Kinder und Jugendliche

Als Voraussetzung für Lernen und Entwicklung müssen bei Kindern und Jugendlichen mit einer schweren Mehrfachbehinderung alle Sinne angesprochen werden, wie Tiefensinne, die Sinne der Haut, des Geruchs, des Geschmacks, des Gesichts, des Gehörs und des Tastens.

Kinder und Jugendlichen mit einer schweren Mehrfachbehinderung brauchen außerdem Menschen, die ihnen die Umwelt auf elementare Weise vermitteln, die sie bei der Fortbewegung und beim Körpererleben unterstützen und die ihnen verschiedene Möglichkeiten der Kommunikation vermitteln können, zum Beispiel auch Unterstützte Kommunikation oder Gebärdensprache DGS.

Mehr dazu

Hör- und Lernproleme

Quelle:

Das Bildungswesen in der Bundesrepublik Deutschland 2005, Hrsg. Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, KMK, Bonn, 2007

Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, Empfehlungen zum Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 26.06.1998

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