Brotkrümmelpfad

Volltext-Suche

Einstellungen

Sprachauswahl:

  • Verständliche Sprache
  • Leichte Sprache
  • DGS

Schriftgröße einstellen:

  • Schrift vergrößern
  • Schrift verkleinern
  • Schriftgröße zurücksetzen

IMH Dienste

EGSB-Projekt

Sind Sie beruflich erfolgreich?

Das EGSB-Projekt sucht „erfolgreiche gehörlose und schwerhörige Menschen im Beruf“.

zum EGSB-Projekt

Inhaltsbereich

Arbeitslosengeld

Alle Menschen bekommen Arbeitslosengeld, wenn sie eine bestimmte Zeit versicherungspflichtig beschäftigt waren. Das bedeutet: Man hat eine Zeitlang gearbeitet und dabei Rentenversicherung, Krankenversicherung und Arbeitslosenversicherung bezahlt.
Die Agentur für Arbeit prüft den Anspruch und berechnet, wie viel und wie lange man Arbeitslosengeld bekommt. Über die Entscheidung erhält man einen schriftlichen Bescheid.

Die Anwartschaftszeit muss erfüllt sein.
Das bedeutet: Man muss eine bestimmte Zeit lang Beiträge bezahlt haben.

Die Anwartschaftszeit besteht aus verschiedenen Zeiten. Diese Zeiten müssen im Zeitraum von 2 Jahren vor der Arbeitslosigkeit liegen. Das nennt man "Rahmenfrist". Die Zeiten müssen zusammen 12 Monate ausmachen. Die Rahmenfrist von zwei Jahren kann auch verlängert werden.

Was müssen behinderte Menschen besonders beachten?

Für behinderte Menschen ist wichtig, dass auch andere Zeiten als die Arbeit zur Anwartschaftszeit zählen.

Zeiten, die auch als Anwartschaftszeit gelten:

Was muss man machen, wenn man Arbeitslosengeld bekommen möchte?

Wenn man arbeitslos ist, dann muss man sich sofort bei der Arbeitsagentur melden. Wer sich nicht persönlich melden kann, weil er krank ist, der kann einen Vertreter zur Agentur schicken. Man muss aber so schnell wie möglich selbst zur Agentur gehen.

Wenn man bei der Arbeitsagentur arbeitslos gemeldet ist, dann gelten folgende Regeln:

  • Man muss aktiv nach einer Stelle suchen und alle Möglichkeiten nutzen.
    Gehörloser und schwerhörige Menschen bekommen dabei Hilfen.
  • Man muss verfügbar sein: Man muss bereit sein zu arbeiten und auch arbeiten können. Man ist auch in der Zeit "verfügbar", in der man an einer Maßnahme zur beruflichen Rehabilitation teilnimmt.
  • Man muss erreichbar sein: Die Arbeitsagentur muss die Adresse kennen und man muss bei einer Benachrichtigung zur Agentur gehen könne. Das heißt, man kann zum Beispiel nicht einfach 4 Wochen in Urlaub fahren.
  • Man muss zumutbare Arbeiten annehmen: Der arbeitslose Mensch muss jede Beschäftigung annehmen, die er machen kann. Es gibt aber auch Ausnahmen, die geprüft werden.
Quelle:

Peter Trenk-Hinterberger(2006) Die Rechte behinderter Menschen und ihrer Angehöriger. Düsseldorf: Bundesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE e.V.

Wichtige Hinweise!

  • Wenn Sie wissen, dass Ihre Arbeit endet, dann müssen Sie sich schon drei Monate vorher bei der Arbeitsagentur persönlich melden!
  • Gehörlose und schwerhörige Menschen haben besondere Rechte. Deshalb sollten sie immer so früh wie möglich mit dem Integrationsfachdienst sprechen.
  • Gehörlose und schwerhörige Menschen haben ein Recht auf Gebärdensprachdolmetscherinnen oder andere Kommunikationshelferinnen und Kommunikationshelfer.

Leserbewertung: hilfreich (Anzahl der Bewertungen:4)

Wie bewerten Sie diesen Beitrag?

noch keine Kommentare

Kommentieren Sie den Inhalt des obigen Texts, stellen Sie Fragen oder antworten Sie auf Fragen anderer.

Wichtig: Felder mit einem *-Stern müssen ausgefüllt werden.